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SC Heuchelhof ist Vize-Stadtmeister 2015

(MainPost, 05.01.2014) Der Verein gratuliert der 1. Mannschaft des SC Heuchelhof zum zweiten Platz bei der diesjährigen Hallen-Stadtmeisterschaft. Eine solche Platzierung hat der Verein in den 34 Jahren der Turniergeschichte noch nie erreicht und zeugt vom neuen Erfolgsgeist im Seniorenfußball. 

Damit bloß kein falscher Eindruck aufkommt, eines vorneweg: Der Würzburger FV ist ein würdiger Hallenfußball-Stadtmeister 2015. Wer an zwei Turniertagen kein Spiel verliert und am Ende nur vier Gegentore kassiert hat, der hat das Turnier verdientermaßen gewonnen. Gar keine Frage. Und doch sollte man den Rückblick auf die 34. Auflage der Stadtmeisterschaft mit dem Zweitplatzierten beginnen, der auch ein Sieger war. Denn wenn die Finalverlierer schon kurz nach der Niederlage noch auf dem Feld lautere Gesänge anstimmen als der eigentliche Titelträger, dann muss schon etwas Besonderes passiert sein.

Schon alleine die Tatsache, dass mit dem SC Heuchelhof ein A-Klassist den etablierten Kräften mächtig eingeheizt hatte, ist aller Ehren wert. Ein so niederklassiger Klub im Finale ist eine absolute Ausnahme. Die Art und Weise wie die Heuchelhöfer sich bis ins Endspiel durchgespielt hatten, macht das Ganze noch beachtlicher. Sicher hatte der SCH hier und da auch das Glück auf seiner Seite. Im letzten Zwischenrundenspiel gegen den TSV Grombühl zum Beispiel, als der Heuchelhöfer Weg bereits zu Ende schien, ein – durch einen haarsträubenden Grombühler Fehler ermöglichter – Treffer Sekunden vor Schluss aber noch den Halbfinaleinzug brachte. Oder eben in diesem dramatischen Halbfinalspiel gegen die Kickers, als die Rothosen ihre große Chance zum 3:0 verdaddelten und den Heuchelhöfern erst die Aufholjagd ermöglichten. Alles in allem wird aber niemand den Finaleinzug des SCH als Zufall abstempeln können. Der A-Klassist war als eines der niederklassigsten Teams im Teilnehmerfeld – mal abgesehen vom Soccer Club und dem Gehörlosen SV, die derzeit nicht am Spielbetrieb teilnehmen – in keiner einzigen Begegnung wirklich unterlegen gewesen. Das ist aller Ehren wert. 

Und da ist eben noch die Geschichte von Torhüter Johannes Spehnkuch. Der hat nämlich eine besondere Beziehung zum Elfmeterschießen, das wir hier einfach mal mit dem hallentypischen Achtmeterschießen gleichsetzen. Es war im Sommer, als Spehnkuch beim alles entscheidenden Relegationsspiel um den Verbleib in der Kreisklasse gegen den SV Theilheim vom Elfmeterpunkt ran musste und den Vergleich mit seinem Kollegen verlor. Spehnkuch scheiterte, der SCH stieg ab.

Diesmal musste er wieder schießen, Spehnkuch hatte keine andere Wahl. Alle fünf auserkorenen Feldspieler pro Team waren bereits angetreten und es stand noch immer Remis. Spehnkuch traf mit Schmackes ins Tor und hielt anschließend gegen Kickers-Keeper André Koob. „Ich wollte nach dieser Vorgeschichte nicht schießen, aber es ist gut gegangen“, sagte Spehnkuch. Er hatte sein Trauma besiegt – und überhaupt ist der SC Heuchelhof auf dem besten Weg, den bitteren Abstieg schnell vergessen zu machen. In der Liga weit vorne und jetzt diese Stadtmeisterschaft, die der Anfang sein soll für eine bessere, eine höherklassige Zukunft.

Da spielte es am Ende auch keine Rolle, dass im Finale der WFV einen Tick stärker war. Als der herausragende Andreas Zdebik mit einem direkt verwandelten Freistoß den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt hatte und die Hoffnung auf den ganz großen Coup kurz loderte, antwortete der WFV kühl bis ans Herz: Andreas Ganzinger brachte den WFV umgehend wieder mit 2:1 in Front. Simon Heim, der zuvor schon die 1:0-Führung für den Bayernligisten erzielt hatte, machte in der Schlussminute mit dem 3:1 den Deckel drauf auf die 16. Stadtmeisterschaft für die Zellerauer.

 

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